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» Von Nizza bis Genua 2012

 

 

    Die Ligurische Küste entlang, von Nizza bis Genua. 

                          (13. - 18.09.2012)


 Ziel meiner diesjährigen, kleinen Herbstreise ist die Ligurische Küste, von Nizza bis hoch nach Genua. Durch die unterschiedlich großen, würtembergischen Dörfchen, die ich während meiner beruflichen Außendienst-Tätigkeit höchstens mal von der Autobahn aus vorbei fliegen sah, gondle ich zum Bodensee. Ich lasse Bregenz & Dornbirn hinter mir und folge den Nebenstraßen in Richtung Vaduz. 

 

Die "Vier" freuen sich über den Besuch an ihrer Koppel, Nach gleichmäßig verteilten Streicheleinheiten für die Grauröcke, fahre ich weiter ...

 

... über Chur, das unten im Tal liegt, nach Lenzer Heide.

 

In Savognin, entdecke ich diesen Mini-Lieferwagen mit Moped-Motor.

 

Seine Besonderheit ist, daß sich sein Stoffdach zusammen rollen lässt. Das ist das erste "Lieferwagen-Cabrio" das ich je gesehen habe.

 

 

Nun schraubt sich mein kompakter Cuore die engen Serpentinen des Julier Passes hoch.  Geschafft ... die Passhöhe (2284 m) ist erreicht.

 

 

Auf dem See bei Silvaplana schaukeln die Segelboote im Abendwind.

 

 

Nun muss mein kleiner Daihatsu gleich wieder klettern, diesmal nur 1814 m hoch, auf den  "Maloja-Paß". Von gelangweilten Zöllnern an der Schweizerisch-Italienschen Grenze "durchgewunken" komme ich auf dem Weg an diesem imposanten Wasserfall vorbei.

 

 

Weil auf den abendlichen Nebenstrassen "tote Hose" herrscht, fahre ich entspannt weiter durch die Nacht, in Richtung Turin. In Chivasso, finde ich ein ruhiges Schlafplätzchen.

 

Um der morgendlichen Rush-Hour zu entgehen, fahre ich bereits zeitig in die große Industriestadt "Torino".

 

 

 

 

 

 

 

Wie in jeder größeren Stadt, gibt es auch hier imposante Gebäude, tolle Einkaufsstrassen, aber auch nicht ganz so "schöne" Ecken. 

 

 

 

 

Ein künstlerisch hervorragend gestaltetes Ehrenmal für im Dienst umgekommene "Carabineri" & sonstige Polizei-Organe.

 

 

Italiener lieben "belle macchines" und so hat Turin als Autobauer-Stadt ein ausladendes Automobil-Museum. Weiter geht die Fahrt über schmale Sträßchen und durch überschaubare Dörfer Richtung "Küste". 

 

 

An die Felsen geklebt, sind manche Häuser am Ortseingang der Kleinstadt Cuneo.

 

Das "Tunnel de Tonde"  in 1270 m Höhe bildet den Übergang zu Frankreich. Oh je, ich hab das von Sarko"tz"i  eingeführte "Alkohol-Blasröhrchen" nicht im Handschuhfach.  Bußgeldgefahr!

 

 

 

 

 

 Durch weitgehend unberührte Natur und liebliche Bergdörfchen, komme ich der ligurischen Küste immer näher und freue mich schon auf den ersten Blick auf die Weite des Mittelmeeres.

 

 

Nizza ist erreicht, mein Reisegefährt(e)  spiegelt sich in der Fassade dieses mondänen Gebäudes.

 

 

Denkmale und imposante Bauten prägen auch hier das Stadtbild.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es schon einige begeisternde "Flecken" zum Leben !!!

 

 

 

 

 

 

Bei diesem milden Klima halten die Auto´s doch länger, man sieht  "Enten", Renault R4, Fiat 500 & Fiorino´s.

 

 

 

Nach ausgiebigem Nizza-Bummel ist es nur ein Katzensprung nach Monaco.

 

 

 Hier in Monte Carlo konnten & können sich Architekten so richtig austoben, mit genügend Geld kann man alles verwirklichen, was ein Bauwerk so richtig teuer macht.

 

 

 Nur mit großer Mühe habe ich einen Parkplatz gefunden & das auch nur, weil mein 3,47 m kurzes Flitzerchen in eine Lücke schlüpfte, die für Bentley, Rolls Roys  u .ä. zu kurz war. Es ist ein Wahnsinns-Verkehr mit großer Luxuswagendichte, aber auch massenweise Rollern & Motorrädern, die sich mit halsbrecherischen Manövern zwischen den Auto´s  durchmogeln. Mein Monte-Bummel führt mich zuerst in den Yachthafen.

 

 

 Vorbei an den Prachtbauten mit den "billigen" Wohnungen, schlend`re ich den Berg hoch, in Richtung  "Glücks-Spiel-Burg".

 

 

 

 

Dies ist das Gebäude das dem Monegassischen Fürstenhaus viel Geld in die Kasse bringt, das aber auch den "gebürtigen Monegassen" weitgehende Steuerfreiheit beschert

 

 

Und da ist das Tor, durch das mancher mit viel Geld rein geht & mit wenig raus kommt ... oder  (was seltener ist)  umgekehrt !

 

 

Gleich links neben dem "Casino" erstreckt sich das legendäre "Hotel de Paris".

 

 

Hier haben schon viele Reiche (und/oder) Prominente genächtigt & hoffentlich sorgenfrei gut geschlafen. Geld macht nicht immer glücklich ...

 

 

... aber ein hervorragender Kaffee im "Café de Paris" !

 

 

 

Bei dem tollen Wetter, zeigen manche auch ihre mobilen "Spielzeuge".

 

 

Es fällt auf, daß alles sehr sauber & gepflegt ist ... unschöne Dreckecken (wie in manch anderen Städten) sieht man hier nicht.

 

 

Das Schloß und die Kathedrale hatte ich schon bei einem früheren Besuch gesehen, außerdem ist meine (teure) Parkzeit abgelaufen & ich habe keine Lust auf ein "monegassisches Ticket"!    

 

 

Ich "cruise"  am Meer entlang, komme durch Bordighera & finde unmittelbar hinter der französisch-italienischen Grenzlinie auf einem Museums-Parkplatz einen geräuscharmen Schlafplatz.

 

Heute folge ich einem schmalen, zwar geteerten, aber unheimlich holperigen Pfad ins Hinterland. Es geht bergauf und bergab. Hier wird vorwiegend Landwirtschaft betrieben und die meisten Dörfer wirken bescheiden.

 

 

Die Hausfrauen hatten Wäschetag und ländliche Handwerker gehen in kleinen Werkstätten ihrer Arbeit nach. Alles wirkt ruhig, nirgends ist Hektik zu spüren.

 

 

Oft liegen die Dörfer auf den Kuppen steiler Hänge. Die darunterliegenden Oliven-Plantagen sind äußerst mühevoll zu bearbeiten. An den steilen Hängen geht nichts mit Traktoren, hier ist alles in Handarbeit zu bewerkstelligen.

 

 

Auf dem extrem holperigen Asphalt spielt es keine Rolle, wenn nach der nächsten Kurve, ein paar Kühe auf der Straße stehen ... man kann eh´ nur langsam fahren.

 

 

Nach rund vierzig Kilometern auf der  "Stoßdämpfer-Teststrecke"  bin ich ohne Achsenbruch in Imperia angekommen. Und wohin führt mich mein erster Weg ... natürlich in den Hafen. Ich liebe einfach das Meer und kann mich am Anblick schöner (Holz-) Segelyachten erfreuen.

 

 

Sie sind fast komplett von den "Joghurtbecher-Yachten" (GFK-Rumpf) abgelöst, aber so eine echte Holz-Segelyacht ist schon ein Augenschmaus !

 

 

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das nette Städtchen Imperia ...

 

 

 

... bin ich auch als Sonnen-Fan, bei 27 Grad froh, über ein bißchen Schatten unter dieser Blumen-Arkade. Ich nutze das heisse Wetter zu einem Badenachmittag am schönen Sandstrand von Alassio. Im lauen Abendwind fahre ich gemütlich am Meer entlang nach Finale Ligure. Nach einem Spaziergang durch den Ort, geht´s noch die wenigen Kilometer nach Spotorno. Ein ruhiger Schlafplatz ist schnell gefunden ... also Gute Nacht!   

 

 

Nach Frühstück, (leider ohne den geliebten Morgen-Kaffee) will ich mir ausgiebig Savona ansehen. Im Porto Vado legen die Autofähren nach Corsika und Sardinien ab.

 

 

Die Einfahrt nach Savona führt gleich am riesigen Kastell vorbei. Es geht weiter, wohin ? ... natürlich zum Hafen! Von da gibt es einen schönen Blick auf die Stadt.

 

 

 

Diese Fischer sind sicher nicht schuld ... an der Überfischung der Weltmeere.

 

 

 Beim Hafenbummel kann ich beim Betanken des Kreuzfahrtschiffes zusehen. Das Tankschiff liegt lange "längsseits" ...  so ein Ozeanriese hat voluminöse Tanks!

 

 

Ich schlend´re durch superschicke Einkaufsstrassen und schmale Gassen. Bei diesem Ehrenmal gedenken  heute viele Vereine (Schützen, Bergrettung, Blech-Musiker usw.)  ihrer toten Kameraden.

 

.

 

In den schmalen Altstadtgassen ist Platz Mangelware, deshalb baumelt Trockenwäsche schon mal  im  "ersten bis sechsten"  Stockwerk über der Fahrbahn.

 

 

Auf dem Rückweg zu meinem Auto stelle ich fest, es stimmt ... die Aufbauten der Kreuzfahrtschiffe sind "Turmhoch" !

 

 

 

Auch heute ist noch Super Badewetter und ich tummle mich in meiner allerliebsten Badewanne ... dem Meer !!!

 

 

 

 

Den milden Spätsommerabend verbringe ich mit Schiffchen  "schauen"  im schicken Hafen von Varezze, ehe ich mich, nur einen knappen Steinwurf von den Superyachten entfernt, in meine Blech-Koje verziehe.

 

In der Frühe entscheide ich ,mich  nicht in den morgendlichen Berufsverkehr nach Genua einzureihen. Ich verlasse Meer und Küstenstrasse und wende mich dem Hinterland zu, ich will die Heimfahrt auch über Nebenstraßen gemütlich angehen. Durch viele Dörfer und interessante Landschaften, führt mich der Weg nach Ovada.  Weiter über Novo Ligure, Tortona ... dann überquere ich den  "Po"  und umfahre Mailand. Über Borgarello & Caluenzano komme ich ans nächste Zwischenziel: Iseo, am gleichnamigen See.

 

 

 Die zuletzt zurückgelegte Strecke führte vorwiegend an Getreide- & Maisfeldern vorbei, während sich jetzt, kurz vor dem See, das Landschaftsbild ändert. Jetzt dominieren Wein-, Obst- & Gemüsebau.

   

     

 Der Iseo  See liegt malerisch eingekesselt zwischen Bergen ...

 

 

... dadurch gibt es leider kaum Liegemöglichkeiten am Ufer. Dieser "Strand" reicht grade mal für ein paar  Hunde & die zahlreichen Enten.

Am See entlang strebe ich dem Ober Engadin zu ...

 

 

 

 

 

... durch bezaubernde Landschaften fahre ich durch Tirano  (dort übernachte ich),  weiter über Poschiavo und den "Paso del Bernina" (2330 m)  nach Zernez. Über Nauders, Landeck, Imst geht´s über den Fernpaß (1210 m) weiter nach Reutte im Tiroler Land. Dort fülle ich meinen Tank nochmal mit dem preisgünstigeren, östereichischen Auto-Saft. Nach einem kleinen "Schlenker" zum Hopfensee bei Füssen, mit seinen vielen blumengeschmückten Häusern ...

 

 

... endet meine wunderschöne Herbstrundreise am Ausgangspunkt:

 

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